Flugsaison 2006

Seit geraumer Zeit keine News auf unserer Homepage!
Ist unser Club nicht mehr aktiv?
Wird nicht mehr geflogen?
Was ist los mit der Thermik-Hauptsaison im Unterland?
Nach einem Telefonat mit einem Vorstandsmitglied bei welchem ein spasshafter aber doch nicht zu überhörender Vorwurf mir gegenüber bezüglich einer gewissen Inaktivität laut wurde, bewegt es mich nun hier meine neuesten Flugerlebnisse mit und ohne PARAnoia zu erzählen.
Da es sich bei mir um eine schöne Saison auf den Skis gehandelt hat aber um eine

SEHR BESCH . . . EIDENE FLUGSAISON

sind die Flugerlebnisse schnell erzählt.

Flug Parpaner Rothorn an einem Traumtag (Flugdauer 20 Min)

Flug bei tollen Wetterbedingungen in Frankreich Tignes (Flugdauer 10 Min.)

Flug bei kalten Bisenbedingungen am Uetliberg. Trotz "Kuhnagel"(Flugd. 60 Min.)

Flug bei super Bisenbedingungen am Uetliberg. Flugsucht total (Flugd. 157’ 17")

Die Fotos liegen bei und werden sicherlich Euren uneingeschränkten Neid erwecken. Ausgenommen vielleicht die Weltrekordler in Afrika, die waren wohl länger in der Luft.
Nun zum vergangenen Pfingstwochenende, "kalt regnerisch zeitweise etwas Bise" das waren die Wetterprognosen.
Am Freitag Abend war dann die "zeitweise Bise" bereits am Uetliberg. Die Hartgesotte-nen Bisen Hobler waren natürlich vor Ort und hatten Abends um 20:00Uhr keine Mühe in sämtliche Lufträume um Zürich einzudringen. Am Samstag Morgen ein kleiner Wechsel der Wetterprognose: "Wind aus nördlichen Richtungen". Stimmt die Teilnehmer der Segelregatta in Zürich laufen mit Spinacker auf Vorwindkurs aus dem Hafenbecken in Zürich aus.
Trotzdem wird am Uetli Gleitschirm geflogen. Na Ja von meinem Küchenfenster aus sieht es wie Jo Jo aus, mal ganz hoch Kurz danach knapp an der Krete. Am Nachmittag ging’s dann kontinuierlicher nach oben, also beschloss ich auch einen Flug zu machen.
Als Gipsy und ich mit dem Auto losfuhren stellte ich die Behauptung auf, dass beim Eintreffen am Landeplatz die Bise aufhört Auftrieb zu erzeugen.
Meine Erwartungen wurden leider erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen. Die am höchsten fliegenden Piloten kamen im "Stuka Stil" Richtung Landeplatz, die Kreten polierer standen bereits am Boden. Oben am Startplatz hing ein blauer Schirm in den Bäumen. Nun gut das musste noch nichts Böses bedeuten. Die Bise hatte den ganzen Tag schon gepumpt und Schlechtstarter sind an diesem Startplatz genauso häufig wie Cracks.
Also den Schirm geschultert und rauf zum Startplatz. Zur Not könnten wir ja auch am Uetli spazieren gehen. Oben angekommen lag der blaue Schirm verschmutzt auf dem Startplatz. Daneben standen genauso verschmutzt zwei PARAnoianer (Namen sind der Redaktion bekannt).
Drei Startversuche und eine "Baum herunterhol Aktion" hatten ihre Spuren hinterlassen.
Der eine war allerdings nur am spazieren und hatte dann mit dem zweiten im Baum hängenden PARAnoianer erbarmen. Wir haben uns beider erbarmt und gingen auf einen Spaziergang. Auf halbem Weg zum Restaurant Felsenegg trafen wir auf einen Spaziergänger mit Vollpackung am Rücken. Ein weiteres Clubmitglied war mutig auf Strecke gegangen und hinter dem Uetliberg vom Wind zu Boden geweht worden. Autostopp brachte Ihn bis zur Buchenegg und dann zu Fuss zum Startplatz für einen zweiten Versuch. Wir hatten weiter erbarmen und liessen uns von unserem Kaffee im Restaurant nicht abhalten. Eine Stunde später, auf unserem Rückweg, standen wir wieder am Startplatz.
Unser blau Flügel Pilot stand erneut bereit. Selbst meine fachkundigen und aufmunternden Worte konnten Ihn nicht vor einem erneuten Startabbruch retten. Am Ende stand er im wahrsten Sinn des Wortes in der Sch . . . ! Das Foto des rechten Schuhs erspare ich Euch. Muss aber gestehen der linke (siehe Bild) sah wesentlich apetitlicher aus.
Ein erneuter kräftiger Lauf konnte auch einen nochmaligen Abbruch nicht verhindern. Nochmals Startbereit kam das Grande Finale mit Luft unter dem Flügel. Einige wenige Minuten später stand besagter Pilot, nicht glücklich und zufrieden, aber doch am Boden des Landeplatzes. Der Unbill nicht genug musste er sich nun noch Benzin für die Rückfahrt mit seinem Auto beschaffen. Zum Glück erhielt er Beihilfe von unsrem Strecken-wanderer der auch noch die Herausforderung des kürzesten Herunterfluges (Neudeutsch speedrun) angenommen hatte.
Da ich meine Muskeln noch etwas trainieren wollte, trug ich den gut verpackten Schirm wohlbehalten vom Uetliberg herunter.
Nun zurück zu meiner Inaktivität im Club.
Frei nach dem Motto "Es gibt nichts gutes ausser man tut es". Habe ich es getan. Nämlich diesen Bericht verfasst. Die beiden Clubmitglieder wollten mir kein Schweigegeld bezahlen.
Wenn auch nicht toll so wird die Homepage voll!
Wie ich meine sind oben erwähnte Vorkommnisse leider symptomatisch für die bisherige Flugsaison 2006.

Weiterhin happy landing wünscht Euch
Willi




PARAnoia

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