PARAflüüg am Niederwiler Stierenberg, SA 02.06.2012

Endlich passt das Wetter und die Agendas aller beteiligten  Leute sind synchronisiert mit dem Eintrag für den ersten Biplaceflug von Thomas und dem gleichzeitigen PARAflüüg. Am Freitagabend wird noch die Ausrüstung besprochen damit auch nichts fehlt für einen reibungslosen Gleitschirmflug.

Am Samstag gehts dann mit den ÖVs Richtung Balmberg. Bereits in Mellingen Heitersberg stehen schon 6 Gleitschirmpiloten auf dem Perron mit dem Ziel, einen schönen Flug im Jura an den Himmel zu zaubern. In Solothurn treffen dann noch ein paar Clubmitglieder dazu, die dem PARAflüüg-Aufruf gefolgt sind.

Die Busbetriebe sind bestens auf den grossen Ansturm vorbereitet, um alle Piloten und ihre Ausrüstung trotz Baustelle und Buswechsel auf den Balmberg zu transportieren.

Oben angekommen treffen wir auf den Biplace Piloten Urs Nadler, mit dem Thomas heute das erste mal unter einem Gleitschirm den Jura erkunden soll.

Nach einer kurzen Wanderung erreichen wir den ausgesuchten Startplatz Niederwiler Stierenberg, an dem sich schon eine ansehnliche Meute von Gleitschirmpiloten tummelt. Da die Thermik aber noch sehr schwach ist und die wenigen Schirme in der Luft sich gerade so halten können, wird noch gemütlich gefachsimpelt und Parawaiting betrieben.

Urs Nadler sieht keinen Anlass, den Start noch länger hinauszuzögern, und so machen sich Thomas und Urs bereit für den Start. Der gelingt auch auf Anhieb. Allerdings schwächelt die Thermik noch und so wird der als Streckenflug geplante Flug nach wenigen Minuten auf dem Landeplatz neben der Passstrasse beendet.

Also die Ausrüstung schnell wieder zusammenpacken, an den Strassenrand stehen, Daumen raus und den Fahrer des ersten Autos das anhält überzeugen, noch schnell auf mich (der auch nicht geglaubt hat, das die Thermik so schwach ist) zu warten.

Nach erneutem Marsch zum Startplatz treffen wir dort noch alle Piloten, die bis jetzt intensives Parawaiting betrieben haben. Die Thermik hat sich mittlerweile aber besser entwickelt und die meisten Schirme können den Startplatz ca. 100-200m überhöhen.

Urs und Thomas machen sich wieder bereit zum 2. Start. Sie können auch gleich etwas Höhe machen und den Startplatz deutlich überhöhen. Nachdem ich mir auch eine Lücke ergattert habe zum auslegen, mache ich mich an die Verfolgung der beiden, die bereits die erste Querung zum Rüttelhorn in Angriff genommen haben. Unsere Route führt uns am Weissenstein, der Hasenmatt vorbei zum Grenchenberg. Es sieht auch weiter Richtung Montoz recht gut aus. Trotzdem wenden wir hier, weil wir ja auch noch die Region nördlich vom Startplatz abfliegen wollen.

Also fliegen wir wieder der ersten Jurakette entlang nach Norden. Vorbei am Startplatz Richtung Balsthal. Wir überfliegen die Klus und finden auch nach der Querung noch einmal schöne Thermik. Allerdings lösen sich Richtung Olten die Wolken mehr und mehr auf und wir gleiten in Richtung Oberbuchsiten aus. Ein schwacher Schlauch über dem Industrieglände vermittelt noch etwas Flachlandthermikgefühl. Der Schlauch versetzt aber stark in Richtung Mittelland, wo der nächste Bahnhof nicht gerade in Sichtdistanz ist. Also landen wir in Oberbuchsiten, wo ein schöner Flugtag zu Ende geht.

Danke an Urs Nadler, der Thomas ein schönes Erlebnis  über den Klettergebieten des Juras ermöglicht hat.

Happy Landing 
Urs Herzog





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