PARAnoia SURPRISE - Herbstfliegen in Davos 8./9. Sept 2012

Text und Bilder von Andreas Fluck



Die Prognosen zeigen schon seit einer Woche auf Grün, entsprechend optimistisch fahre ich bereits am Freitag nach Davos und starte den Anlass zusammen mit Turi beim Nachmittagssoaren an der Brämabüel. Der Nordwind war noch zu stark um nach Südwest starten zu können. Am Samstag treffen wir die weiteren Teilnehmer um 11 Uhr bei der Talstation. Die Multisportiven kamen grad erst von ihrer Biketour zurück. Nach etwas Geduld bei Getränken und Kuchen auf dem Jakobshorn starten wir in die schöne Herbstthermik und lassen uns auf über 3000 Meter tragen. Entsprechend einfach ist der Weiterflug der Krete entlang Richtung Sertig Dörfli. Die meisten haben hier gekehrt und sind zurück geflogen. Martin und Co wagten den Abstecher Richtung Bergün und zurück. Zufrieden geniessen wir den späten Nachmittag beim Landebier in der Bolgen. Doch einer fehlt noch - Adrian. Kaum ausgesprochen dreht dieser seine Landevolte über unseren Köpfen und erzählt uns beim Essen über sein Abenteuer zum Ofenpass und via Flüelapass zurück! Nach dem Znacht verlassen uns schon die ersten wieder und der Rest trifft sich beim Schlummi in der EX-Bar.



Den Sonntag starten wir mit einem Morgenflug von der Mittelstation Parsenn. Der Aufwind ist verheissungsvoll, aber allen Anstrengungen zum Trotz stehen wir kurz darauf alle wieder auf dem Boden. Also zweiter Versuch vom Jakobshorn aus. Wiederum fulminanter Start über das Jakobshorn. Heute liegt bereits etwas Feuchtigkeit in der Luft, und diese kumuliert schön über dem Jakobshorn - doch Richtung Sertig bleibt die Luft blau. Ich fliege weiter Richtung Pischahorn, es steigt fast überall ein wenig und die Schläuche sind keineswegs herbstlich. Die Querung zur Strelaalp geht auch fast ohne Höhenverlust, aber dann geht's 3 m s'Loch runter. Ich freue mich schon auf den entsprechenden Schlauch, aber ohalätz, dieser pfupft breit verteilt in unzähligen Auf- und Abwindblasen. Das ist mir grad etwas zuviel und ich beende die Talrunde via Frauenkirch zum Landeplatz. Dort treffe ich Bernie, und langsam trudeln sie alle wieder rein.



Adrian meldet sich aus Jenaz ab, Dani will von Klostern zurück kommen um sein Motorrad abzuholen. Wir lassen den Tag gemeinsam beim Landebier ausklingen, bestaunen die Konvergenzwolken die sich inzwischen gebildet haben und dazu die viele Piloten, welche sich zum Landeplatz herunterkämpfen. Auch unsere Biker haben heute gekämpft, und Tom schläft prompt auf dem Liegestuhl ein. Da heute Abend fast alle wieder nach hause fahren und ich mein Hotelzimmer dank Zürcher Knabenschiessen noch verlängern kann, treffe ich 
mich mit Turi zum Znacht.



Der Montag sieht zuerst noch gut aus, ich plane früh zu starten und Richtung Prättigau "nach hause" zu fliegen. Die Luft ist noch einmal feuchter und erste Kumuli stehen schon nach dem Zmorge über den Gipfeln. Der Südwind schiebt die Wolken ununterbrochen über meinen Startplatz und ich habe Rückenwind. Wäre ich doch nur heute noch einmal auf die Parsennseite gefahren, dort stehen die Kumuli schön und die Hänge liegen in der Sonne. Es türmt mehr und mehr auf und die Abschattungen werden grossflächig. Eigentlich wollte ich um diese Zeit schon bald in Klosters landen, doch bis der Aufwind passt wird's mir zu bunt und ich breche ab. Erste Nieseltropfen sind zu spüren und auf der Bahnfahrt ins Tal bestaune ich die prächtigen CB's rundherum. Auf dem Heimweg via Filisur fahre ich durch den Regen und geniesse das schöne Wochenende noch einmal in Gedanken. Einen herzlichen Dank an Iris für's Organisieren und an alle andern für's Dabeisein!




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